SPD Lehe-Nord fordert Verkehrskonzept für LKW-Verkehr im Stadtnorden

Veröffentlicht am 12.04.2018 in Lokal

Im Rahmen der Sanierung und des anschließenden Neubaus der Moorbrücke sind erhebliche Be- lastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner des nördlichen Stadtbereichs zu erwarten. Daher fordert der Ortsverein Lehe-Nord ein Verkehrskonzept für den Lastkraftverkehr für den Zeitraum der Autobahnbaustelle. Dabei müssen die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie die Wirtschaftsinteressen des Hafens berücksichtigt werden. In die Überlegungen sind Durchfahrtverbote oder Temporeduzierungen insbesondere für den Lastkraftverkehr mit zu berücksichtigen. Der Lärm- und Verkehrsschutz der Anwohnerinnen und Anwohner muss gewährleistet bleiben. Wir stehen als Sozialdemokraten zum Hafen als elementaren Bestandteil der Seestadt, die an- und ablaufenden Verkehre müssen aber auch im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger gesteuert werden. Die Ausweichverkehre müssen hierzu mit aus Bundesmitteln finanzierten alternativen Routen ermöglicht werden. Keinesfalls darf die Belastung aus städtischen Haushaltsmitteln finanziert werden.

Ortsvereinsvorsitzender Sergej Strelow dazu „Für uns ist es elementar, dass sowohl die Interessen der Anwohnerschaft als auch die des Hafens berücksichtigt werden. Nach Jahren der Hafentunnelbaustelle stehen mit der Autobahnsanierung und dem Neubau der Eisenbahnbrücke direkt die nächsten langfristigen Baustellen an, die die Lebensqualität der Menschen im Stadtnorden nachhaltig beeinträchtigen. Darauf müssen wir Antworten finden, die diese Belastung soweit wie möglich verringern.“

Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Lehe-Nord, Jörg Zager, ergänzt „Die aktuelle Diskussion zum Lärm- und Emissionsschutz in deutschen Großstädten ist auch für Bremerhaven von Bedeutung. Wenn Lastkraftverkehre sich ihren Weg durch Wohngebiete suchen, ist dringen- der Handlungsbedarf vorhanden. Ein Konzept zur Leitung der Verkehre ist hierbei ein wichtiger erster Schritt, um auf die kommenden Probleme frühzeitig einzugehen.“